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Allergiebehandlung: Welche Antihistaminika sind rezeptfrei erhältlich und wann helfen sie?

Allergiebehandlung: Welche Antihistaminika sind rezeptfrei erhältlich und wann helfen sie?

Etwa jeder dritte Erwachsene ist gegen etwas allergisch. Die Möglichkeiten sind vielfältig, denn nahezu alles, was für andere ganz normal und harmlos ist, kann für Betroffene ein Allergen sein. Lebensmittelallergien begegnen die meisten Patienten mit dem Verzicht auf die Allergieauslöser. Andere Allergene lassen sich nicht so einfach vermeiden, etwa Pollen, Duftstoffe oder auch Hausstaub. Hier bleibt Allergikern oft nichts anderes als eine medikamentöse Therapie. Jeder kann die bewährten Medikamente aus der Gruppe der Antihistaminika rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Die Antiallergika können aber nicht die Erkrankung therapieren, sondern unterdrücken nur die Symptome. Du musst sie daher immer wieder einnehmen.

Wann sind Antihistaminika rezeptfrei erhältlich?

Viele gebräuchliche Antihistaminika kannst du rezeptfrei in der Apotheke kaufen oder in einer Versandapotheke online bestellen. Ob ein Antihistaminikum rezeptfrei erhältlich ist, hängt vom darin enthaltenen Wirkstoff ab. Frei verkäuflich gemäss ihrer Einordnung in die Abgabekategorie D sind in der Schweiz Medikamente auf Basis dieser Inhaltsstoffe:

  • Cetirizin
  • Loratadin
  • Fexofenadin

Teilweise verschreibungspflichtig entsprechend der Abgabekategorie B sind Produkte mit den Wirkstoffen:

  • Levocetirizin
  • Desloratadin

Warum ist die Behandlung einer Allergie unbedingt nötig?

Wer nur gelegentlich bei vermehrtem Pollenflug geringfügige Beschwerden hat, kommt eventuell auf die Idee, eine Allergie gar nicht behandeln zu lassen, weil sich an der Grunderkrankung ohnehin nichts ändern lässt. Im Prinzip ist das logisch und nicht zu bestreiten. Alle Allergien bergen jedoch die Gefahr, unbehandelt mit zunehmender Dauer ernstere Beschwerden zu verursachen. Aus einem gelegentlich tränenden Auge wird dann im schlimmsten Fall eine schwere Bindehautentzündung mit bakterieller Superinfektion. Andere Allergien können einen lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock auslösen. Deswegen sollte jeder Betroffene wenigstens einen Allergietest machen und sich Antihistaminika rezeptfrei besorgen.

Wer braucht Augentropfen zur Behandlung einer Allergie?

Antiallergika in Form von Augentropfen benötigen viele Patienten, die entweder an Heuschnupfen leiden oder auf andere Partikel in der Luft reagieren. Zu diesen gehört etwa Hausstaub, aber auch Duftstoffe. Die allergische Augenreaktion besteht meist aus einer geschwollenen, entzündeten Bindehaut mit vermehrtem Aufkommen von Tränenflüssigkeit. Gerade Augentropfen verursachen oft Nebenwirkungen, die aber nicht unbedingt am Antihistaminikum selbst liegen müssen. Die Präparate enthalten Bindemittel und Konservierungsstoffe, die für einzelne Patienten unverträglich sein können. Bekommen dir bestimmte Augentropfen nicht, sprich mit deinem Apotheker darüber.

Was genau passiert bei Heuschnupfen?

Bei einer Pollenallergie – umgangssprachlich Heuschnupfen – lösen eingeatmete Pollen auf der Nasenschleimhaut oder in den Bronchien eine übermässige Immunreaktion aus. Die Pollen haben sich dabei eigentlich nur verirrt. Sie landen gegen ihren Willen in deiner Nase, erkennen das aber nicht, weil sie keine Lebewesen im eigentlichen Sinn sind. Sobald Pollen irgendwo landen, versuchen sie nur eines, nämlich sich fortzupflanzen. Graben sich Pollen zu diesem Zwecke in deine Nasenschleimhaut, platzen dort infolge der allergischen Reaktion deines Immunsystems sogenannte Mastzellen. Dabei setzen sie eine grosse Menge Histamin frei und genau dagegen hilft ein Antihistaminikum.

Wann sind Tabletten am besten geeignet?

Wenn du Antihistaminika rezeptfrei kaufen möchtest, findest du in jeder Apotheke neben Augen- und Nasentropfen auch Tabletten. Ein Antihistaminikum in Tablettenform wirkt systemisch, das bedeutet, die Wirkung entfaltet sich überall in deinem Körper. Das ist besonders dann zu empfehlen, wenn du nicht nur lokal begrenzt auftretende Beschwerden hast. Wer nur ein wenig niesen muss, ist mit Nasentropfen oder einem Nasenspray gut versorgt, aber wenn du ständig Nasen- und Augentropfen nehmen musst, Hautausschlag hast und zudem vielleicht noch auf Lebensmittel allergisch reagierst, ist die Einnahme von Tabletten deutlich komfortabler. Bei kleinen Kindern kann es sich zudem als sehr schwierig erweisen, ihnen Augen- und Nasentropfen zu verabreichen und vielleicht noch eine allergische Hautreaktion mit einer Salbe zu behandeln. Hier sind Tabletten ebenfalls die bessere Lösung.

Gegen welche Beschwerden hilft es, Antihistaminika rezeptfrei zu kaufen?

Allergien können sich in vielen Formen zeigen. Das ändert an der Behandlung der Symptome mit einem Antihistaminikum allerdings gar nichts. Auslöser aller Beschwerden ist immer eine Histaminausschüttung im Übermass und die Therapie besteht immer in der Anwendung von Antihistaminika. Allergische Reaktionen zeigen sich vor allem mit diesen Symptomen:

  • Husten bis hin zu Asthma
  • Niesen und laufende Nase mit ständigem Juckreiz
  • Tränende Augen und Bindehautenzündung
  • Hautausschlag und juckende Stellen am gesamten Körper
  • Schwellungen im Mund- und Rachenraum
  • Verdauungsbeschwerden und Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Allergischer Schock

Welche Antihistaminika bezahlt die Krankenversicherung?

Wenn du dir Antihistaminika rezeptfrei in der der Apotheke kaufst, übernimmt die Grundversicherung diese Kosten nicht. Für die Kostenübernahme benötigst du nämlich eine ärztliche Verordnung zu deinem Medikament. Bist du Allergiker, lohnt es sich eventuell, nach einer privaten Zusatzversicherung zu suchen, die die teuren Antihistaminika übernimmt. Kommst du mit den günstigen, frei verkäuflichen Arzneimitteln gut zurecht, dürfte sich eine private Krankenversicherung dagegen kaum rentieren.

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